So viel Du brauchst

400gr-Rib-EyeWie viel brauchst Du? Das ist eigentlich gar keine so spannende Frage. Ich denke, eine Vielzahl von Befragten beginnen sofort mit der Aufzählung ihrer Wünsche, Träume oder was sie sich schon immer mal kaufen wollten. Ich gestehe, das Bild das ich bei dem Satz im Kopf hatte, stellte auch eine Menge dar. „Einen ganz Berg voll …“

So viel Du brauchst – vielleicht kommt einem der Satz oder der Spruch aus den vergangenen Tagen bekannt vor. „So viel Du brauchst“, die Losung des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hamburg Anfang Mai 2012, stammt aus Buch 2. Mose des Alten Testaments und stammt aus der Geschichte des Volkes Israels während des Auszugs aus Ägypten.

Das Volk murrte heißt es im Text.Und es war sicher missmutig aufgrund der langen Reise durch die Wüste und der damit verbundenen Qualen. Wenn dann einer sagt, am Abend werdet ihr Fleisch zum Essen haben und am Morgen esst ihr Brot – was werden die Männer, Frauen und Kinder gedacht haben? Wir werden von allem haben, so viel wir wollen?

Mag sein. Kann aber auch gut sein, dass sich sehr viel Skepsis unter die Gedanken mischte. Der lebendige Gott sorgte aber trotz aller Zweifel für sein Volk und gab Moses die Anweisung, dass ein jeder für sein Zelt so viel sammeln solle, wie er braucht. Nicht mehr, und nicht mehr. Und wenn mehr, dann als Hilfe für den anderen.

Beim Anblick des 400g Rib-Eye-Steaks auf meinem Grill musste ich in der Tat an diese Geschichte zur Losung des Kirchentages denken. Zugegeben, 400g Fleisch waren sicher mehr, als ich in dem Moment allein brauchte. Mariniert in Olivenöl mit frischem Rosmarin und Pfeffer schmeckte es aber auch meiner durchaus kritischen Familie was Rindfleisch in kurz gebratenem Zustand angeht. Uns so bekam jeder soviel ab, so viel er brauchte.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Diesen Zuspruch „So viel Du brauchst“ nehme ich übrigens dankend an. Ich danke Gott, dass er mir immer soviel gibt, wie ich brauche. Und manchmal auch ein bisschen mehr … Amen.

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